Restrukturierung & Sanierung im Dialog
Was prägt die Kreditpraxis im Jahr 2026 und darüber hinaus?
Dieser Frage widmeten wir uns am 20. April 2026 in Stuttgart mit unserem bewährten Format „Restrukturierung & Sanierung im Dialog“.
Deutschland steht im Zentrum tiefgreifender geopolitischer und weltwirtschaftlicher Veränderungen. Verlässliche Ordnungen geraten unter Druck, neue Unsicherheiten entstehen. Mit Dr. Theo Waigel, dem dienstältesten Bundesfinanzminister der Bundesrepublik, konnten wir einen herausragenden Keynote-Speaker gewinnen, der die aktuelle Lage einordnet und Perspektiven aufzeigt.
Die diesjährige Veranstaltung „Restrukturierung & Sanierung im Dialog“, organisiert von bachert&partner und GRUB BRUGGER brachte rund 120 Teilnehmende in Stuttgart zusammen. Im Mittelpunkt standen die aktuellen Herausforderungen für Unternehmen, Finanzierer und Berater – eingeordnet aus drei unterschiedlichen, sich ergänzenden Perspektiven. Auf den Punkt moderiert von Dr. Philipp Grub, GRUB BRUGGER, und Tobias Spreitzer, bachert&partner, blicken wir auf eine gelungene Veranstaltung zurück.
1. Einordnung der Weltlage – Dr. Theo Waigel
Dr. Theo Waigel eröffnete die Veranstaltung mit einer klaren Analyse der aktuellen geopolitischen und wirtschaftlichen Situation. Seine zentrale Botschaft: Die Herausforderungen unserer Zeit sind nicht beispiellos – entscheidend ist der Umgang mit ihnen.
Besonders kritisch bewertete er den wachsenden Widerspruch zwischen Problembewusstsein und abnehmender Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung.
2. Strategische Implikationen – Hans-Ulrich Bachert
Darauf aufbauend stellte Hans-Ulrich Bachert die Frage nach den konkreten Auswirkungen auf Unternehmen.
Am Beispiel der Verteidigungsindustrie wurde deutlich, dass neue Märkte zwar Chancen bieten, der Zugang jedoch komplex und langfristig angelegt ist. Transformation erfordert strategische Klarheit, Kapitalkraft und die Fähigkeit zur konsequenten Umsetzung.
3. Rechtliche Umsetzung – Dr. Volker Muschalle
Den Abschluss bildete der Beitrag von Dr. Volker Muschalle, der aktuelle Entwicklungen in der Rechtsprechung beleuchtete.
Die Analyse ausgewählter Entscheidungen zeigte: Die rechtlichen Rahmenbedingungen werden differenzierter – und stellen höhere Anforderungen an die präzise Bewertung von Einzelfällen sowie an funktionierende interne Prozesse.
Fazit
Die drei Beiträge verdeutlichen eine gemeinsame Entwicklung: Restrukturierung bewegt sich zunehmend im Spannungsfeld von geopolitischen Rahmenbedingungen, strategischer Neuausrichtung und rechtlicher Komplexität.
Erfolgreiche Transformation entsteht dabei nicht durch Einzelmaßnahmen, sondern durch das Zusammenspiel dieser Ebenen.






